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Samstag, 16. Februar 2013

Bloggerparade: Mein Haustier und ich

Katzis & moi (recht Freude hatten sie an dem Shooting nicht :)
Ich rede liebend gerne über meine Tiere (nur will es meistens keiner hören) und als ich bei Cookie und Frau Schulz über die Bloggerparade "Mein Haustier und ich" gelesen habe, war natürlich klar, dass ich die Chance nutzen muss, das Internet mit weiteren Katenfotos zu zumüllen muahahaa (ich entschuldige mich jetzt schon mal für den langen Post und die vielen Fotos)

Eine kleine Geschichte wie meine 2 aktuellen Katzenmitbewohner und ich zusammenfanden.

Zuerst hatte ich nur Felix und Maggie, die Familenkatzen, die bei mir blieben als meine Eltern auszogen (aber das ist eine andere, lange Geschichte ;)
Felix (gest. 2011)
Maggie (gest. 2006)


Ich bin eine Katzenmami!
Am 24.04.2003 brachte der Besitzer eines bekannten Restaurants in meiner Heimatstadt eine schwangere Streunerkatze in die Ordination der Tierärztin, bei der ich damals als Tierarzthelferin gearbeitet habe, vorbei mit der Bitte sie zu kastrieren, da die Welpen keiner brauchen kann. Diese Bitte wurde erfüllt. Da sich die Katze nicht untersuchen ließ, wurde erst nach der Betäubung festgestellt, dass sie schon kurz vorm Werfen war. Dennoch wurde die OP durchgeführt und ich half obwohl ich bereits große Zweifel an der Richtigkeit der Entscheidung hegte. Als die volle Gebärmutter entfernt worden war und die Tierärztin diese samt Inhalt in den Müll verfrachten wollte, konnte ich das einfach nicht zulassen und überredete sie, die Welpen rauszuholen und nachzusehen ob sie überlebensfähig waren. Da sie selbst mit der Entscheidung nicht glücklich war, ließ sie sich zum Glück leicht davon überzeugen. Es waren 5 Welpen, manche schwarz/weiß und manche grau (wie die Mutter) und sie lebten alle und waren groß genug um eine reele Chance zu haben. Die Mäulchen wurden von Schleim gereinigt und die kleinen Wesen auf einen Thermofor und Tücher gelegt und mit Wärmelampen bestrahlt. Die Mutter wurde in der Zwischenzeit zugenäht und zum Aufwachen in einem Käfig gesperrt.

Ich nahm alle 5 Welpen mit nach Hause und versuchte die ganze folgende Nacht sie am Leben zu erhalten. Leider starben 3 relativ bald, sie wollten einfach keine Milch trinken. Die letzen beiden, ein graues und ein schwarz/weißes hielten bis zum nächsten Morgen durch, aber auch nur weil ich sie immer wieder mit Massagen und Mund-zu-Mäulchen-Beatmung am Leben hielt. Auch das graue starb irgendwann in meinen Händen. Nur ein schwarz/weißes Kätzchen überlebte und ich taufte sie Melek, das bedeutet Engel.


Das erste Foto vom Melek bei einem ihrer unzähligen Versuche auszubüchsen.
Fort an lebte Melek in einem Karton mit Handtüchern ausgelegt und mit einer Wärmelampe bestrahlt. Alle 2 Stunden wurde sie gefüttert und das zehrte nach einer Zeit ziemlich an meinen Nerven wie man dem Foto unten ansehen kann :) Melek war ein richtig kleines Monster, immer am Schreien und immer am Versuchen aus dem Karton auszubüchsen.


Ein bisserl Schlafmangel und schon sieht man aus wie ein Junkie ;)
 Nach etwas über einer Woche bemerkte ich, dass ihre Ohren komisch aussahen. Meine Tierärztin bestätigte meinen Verdacht: die Wärmelampen direkt nach der Geburt waren zu nah an den Welpen und hatten ihnen die Ohren versengt. Zum Glück war sie sonst gesund und sehr aufgeweckt, wer braucht da schon Ohrspitzen.



Als sie ca. 4 Wochen alt war, wurden im Tierheim, in dem ich damals auch arbeitete, 4 ca. 7 Tage alte Katzenjungen abgegeben. 2 rote und 2 rot/weiße Kater. Da ich ja schon Übung hatte und Melek sich über Spielkamaraden freute (meine beiden alten Katzen ignorierten sie) nahm ich die 4 zu mir. Melek "adoptierte" sie sofort. Ein roter Kater namens Edi starb nach ein paar Tagen weil wir den Durchfall einfach nicht in den Griff bekamen. Die anderen 3, Aslan (=Löwe), Jeremy und Moritz kamen durch und wurden prächtige Kater.


Kuschelbande
Die Rasselbande wächst
Als sie alt genug waren, wurde es Zeit auszuziehen: Moritz wurde über das Tierheim weiter vermittelt und bekam einen tollen Platz mit Freigang ganz in der Nähe meiner Wohnung (leider verschwand er mit 1 Jahr für immer), Jeremy lebt bei meiner Mutter und Aslan habe ich behalten. Mittlerweile nenne ich ihn aber Hatschi oder einfach Dickster.
 
Hatschi
Wenn man in einem Tierheim und bei einem Tierarzt arbeitet dauert es nicht lang, bis neue Pflegetiere eintrudeln.

Als nächstes kam Billy (später zu meiner Tante gezogen, leider schon verstorben) 
Hatschi spielt Mama für Billy
Dann ein Hundebaby namens Albert (ein Notfallkaiserschnitt)
Albert
Ich beim Füttern von Albert

Wenige Tage darauf Einstein, ein kleiner Kater
Einstein
Dann Sally und Charlotte
Sally und Charlotte
Zu dem Zeitpunkt hatte ich also: Maggie und Felix, die beiden Erwachsenen. Hatschi und Melek, die Jungspunde, 3 Katzen Welpen und 1 Hundewelpen (Außerdem noch Kaninchen und ab und zu Babyfeldhasen zum groß ziehen).


Hatschi spielt Mama für Sally und Charlotte

Felix weiß nicht recht was er von Albert halten soll

Mama Hatschi mit seinen Zöglingen
Albert & Einstein fressen ihre erste "feste" Mahlzeit unter Aufsicht von Melek

Hatschi, Felix, Charlotte, Maggie und Melek

Mona und Felix
Sally wurde vermittelt obwohl ich sie gern behalten hätte, sie war ein so süßes Kätzchen. Stattdessen blieb Charlotte bei mir weil sie niemand sonst wollte. Einstein wurde auf einen guten Platz vermittelt (zu einem Hund und weiteren Katzen), musste aber mit 5 Monaten wegen FIP eingeschläfert werden, das war einer der absolut schlimmsten Tage meines Lebens und mir kommen heute noch die Tränen wenn ich daran denke. Albert kam zu einer Familie mit Kindern und Katzen und es geht ihm sehr gut dort, meine Mum sieht ihn ab und an. 

Bevor ich 2006 nach Wien zog musste ich Maggie mit 15 Jahren einschläfern lassen, sie hatte ein Multiorganversagen, war bereits einige Zeit blind und es war sicher besser für sie sich nicht an eine neue Wohnung gewöhnen zu müssen.

Charlotte gab ich 2010 in die Obhut meiner Mutter, da ich wenig Zeit hatte und sie darunter litt. Sie lebt nun mit Jerermy und der 3ten Katze meiner Mutter, Kitty, zusammen. Es war eine gute Entscheidung, sie fühlt sich richtig wohl dort und ich sehe sie ab und zu und kann dann mit ihr schmusen.

Felix wurde am 01.10.2011 im Alter von 17 Jahren eingeschläfert. Er hatte bereits Jahre lang mit den Nieren zu kämpfen und zum Ende hin schien auch eine Leukose auszubrechen. 

Da waren's nur mehr 2.

Melek und Hatschi sind mir geblieben. Ich wusste von Melek immer, dass sie eher eine Einzelgängerin ist und sie mit den anderen Katzen nicht so gut versteht (muss wohl an ihrer Erziehung liegen ;) aber als Felix gestorben war und Hatschi nur mehr Melek zum Schmusen und Spielen hatte, zeigte sich, dass sie ihn nicht leiden kann. Sie leben nebeneinander her und streiten manchmal. Wenn ich ehrlich bin, befürchte ich, dass Hatschi einsam ist. Leider will mein Freund keine weiteren Tiere, sonst hätte ich mich längst nach einer weiteren Katze umgesehen.



da hatten sie sich noch lieb

Hatschi und ich


Wo sind denn deine Öhrchen?


Da schläft Melek am Liebsten


Seit Neuestem schlafen sie doch wieder nebeneinander
So das war's von meinen Babies. Ich bin jetzt ganz wehmütig, war eine schöne Zeit mit den vielen Tieren und Tierbabies, aber auch sehr oft eine sehr  traurige. Seit ich nicht mehr mit Tieren arbeite (ich habe 2006 zur Büroarbeit gewechselt) hatte ich nur mehr wenige Pflegetiere, ein Häschen und Kätzchen, die ich beide gut weitervermittelt habe. Ich vermisse es Tieren zu helfen und die Onlinehilfe die ich jetzt betreibe ist ein schlechter Ersatz.

 Ich hoffe, die Melek und Hatschi leben noch sehr lange, denn ich fürchte mich sehr vor dem Tag des Abschiedes, ich will ohne meiner Kinder nicht leben müssen.

Ach, eigentlich wollte ich einen keinen so ernsten Post draus machen. 'Tschuldigung :(

Kommentare :

  1. Ich bin grad durch CLLCT auf deinen Post gestoßen und ich muss schreiben: RESPEKT! an dich! Echt, ich bewundere dich für deine Geduld, Liebe und Arbeit! Solche Menschen wie dich gibts viel zu selten..
    Und deine Kätzchen (speziell Melek) sind wunderschön und niedlich! ich liebe "Kuhkatzen" total.. Und eure Geschichte hat mich wirklich direkt ins Herz getroffen!

    Ich wünsche dir und deinen Tieren noch eine wundervolle Zeit! Mach weiter so.

    Love and Nonsense

    foxface-dreams.blogspot.de

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    1. Danke, das ist lieb und ehrt mich wirklich :) Deine Geschichte hat mich zu Tränen gerührt, sie hat mich so an Einstein erinnert, der ja auch an FIP gestorben ist.

      Auch dir eine schöne Zeit mit deiner Minou und deinem Engelkater. Vielleicht findet ein neues Kätzchen Platz in deinem Herz. Tiere bereichern das Leben so sehr, man darf sich nicht davor abschrecken lassen, dass sie einen eines Tages wieder verlassen müssen, so schlimm es auch ist.

      LG Angie

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  2. Hallo Angie,

    es ist einfach toll, dass es Menschen wie dich gibt, die ihre Freizeit und ihr Leben für andere Mitgeschöpfe einsetzen. Wenn es dann noch so kleine Wesen wie Katzenwelpen trifft, kann das vielleicht ein bisschen des Leids, das auf dieser Welt herrscht, wiedergutmachen..
    Deine Geschichte ist zugleich wunderschön und unendlich traurig - vor allem die Katzenmama, der man ihre Babies aus dem Bauch geschnitten hat, macht mich betroffen.
    Die zwei, die jetzt noch bei dir wohnen, sind aber auch zuckersüß! Ich habe ja auch einen roten Kater, rote Kater sind einfach großartig. Und Mio hat nur einen halben Schwanz - macht also gar nichts mit den Ohrspitzen von Melek, wer ist denn schon perfekt?! ;)

    Allerliebste Grüße an die liebe Double-Cat-Mommy ;)

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    1. Meine liebe Frau Schulz,

      deine beiden Tiger (besonders weil sie farblich so gut zu meinen zwei passen) sind mit ein Grund warum ich deinen Blog so toll finde :)

      Vielen Dank für die lieben Worte, sie muntern mich sehr auf, denn ehrlich gesagt bin ich seit dem Schreiben des Posts recht traurig weil ich an all die Tiere denken muss, die ich schon verloren habe oder denen ich nicht helfen konnte bzw. kann.

      Die Geschichte mit dem Kaiserschnitt, ja, das ist so eine Sache. Ich hab der Ärztin sehr vertraut und sie auch sehr gemocht, aber das und noch ein paar andere Vorfälle haben mir gezeigt, dass Tierärzte nicht immer zuerst an das Wohl der Tiere, sondern mehr an das der Besitzer und an Geld denken. Ich bin auch recht froh, dass ich nicht mehr mit Tieren arbeite, auf Dauer bricht es einem einfach das Herz.

      Lieben Gruß von Double-Cat-Mommy an Double-Cat-Mommy (und Porridge-Queen ;)

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  3. oh man, weiß gar nicht was ich schreiben soll. So süß und so traurig zugleich, Kann verstehen, dass dir das alles unheimlich nahe geht, du hast ja wirklich mit all den Tieren richtig viel durchgemacht und man hängt natürlich an jedem einzelnen. Ich hoffe einfach mal, dass deine beiden Kätzchen noch lange gesund und munter sind. Vielleicht gewöhnen sie sich ja auch wieder aneinander :)

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  4. Danke für deine lieben Worte.
    Ich wollt doch niemand (mich schon gar nicht) mit der Geschichte traurig machen, beim Schreiben hat sich das dann aber anders als vorgestellt entwickelt...

    Die beiden werden heuer 10 Jahre, ich denk, da sind noch gut 10 weitere Jahre drin :)

    LG Angie

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